Laufbericht vom Red Castle Run 2019 (Rotenburg)

Fortuna und auch später Petrus waren uns wohl gesonnen. Bei einem Gewinnspiel von Bitburger alkoholfrei gewannen wir 2 Startplätze für die erste Auflage des Red Castle Run in (nomen est ohmen) Rotenburg an der Fulda.

 

 

Der Lauf hatte schon früh unser Interesse geweckt, da er mit extrem viel Engagement vorbereitet schien und ein sehr gutes Marketing aufwies. Lobend zu erwähnen sind die moderaten Startzeiten, die auch Sportlern mit längeren Anfahrtswegen eine stressfreie Anfahrt und Teilnahme erlaubte. Wir entschieden uns aus Gründen die wir nicht näher beschreiben wollen (🤢) kurzfristig vor Ort von der 16 km Ritterrunde auf die 8km lange VR Bankenrunde umzusteigen.

Hinsichtlich der am nächsten Tag geplanten Lake Run Teilnahme entpuppte sich dies als weise Entscheidung, da die Strecke einige knackige Höhenmeter zu bieten hatte. Der Veranstaltungsort war gut zu finden, Parkplätze waren in unmittelbarer Nähe ausreichend und kostenlos vorhanden. Mit der Ausschilderung von Umkleide, Duschen, etc. pp. hätte man sich etwas mehr Mühe geben können. Dafür standen den Sportlern die Facilitys einer Großsporthalle zur Verfügung.

 

 

Schon der Startbereich war sehr innovativ gewählt. Die Läufer wurden in Startwellen aus einem Baugerüstkäfig nach dem üblichen Warmupgehüpfe auf die Strecke geschickt. Man konnte so wählen, ob man durch die Tore oder seitlich aus dem Käfig kletternd startete. Schon nach wenigen Metern durchquerte man die brust- bis kinntiefe Fulda. Nach einigen Kilometern mit natürlich gegebenen Hindernissen wie Bachläufen und Brückenunterquerung und den üblichen Containern mit oder ohne Wasser, Stroh und sonstiger Befüllung kam das erste Highlight: Die Panzerwaschanlage eines ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Hier konnte man nicht mehr stehen. Im 2x ça. 30 Meter Becken hatte man mit einigen Wasserbewohnern und nicht definierbaren Pflanzen zu kämpfen. Erst einige Kilometer später wurde Sandy darauf hingewiesen, dass in ihrem Dekolleté ein zappelnder Fisch klebte (kurz darauf zappelte er nicht mehr und entwickelte ungeahnte Flugfähigkeiten). Nach Überwindung verschiedener Kriech-, Kletter- und Schlammhindernissen wurde die Strecke ziemlich bergig und steil.

 

 

Zwischendrin gab es zwischen zwei Hängen noch eine längere Wasserrutsche. Danach ging es dann wieder zurück in die Zivilisation. In der Rothenburger Altstadt erhöhte sich dann wieder die Hindernis- und Zuschauerdichte. Die Stadtmauer war mehrmals zu überklettern (bis zu 3m hoch) und das Stauwehr galt es zu überwinden.

Leider erwies sich der Ansatz des Veranstalters, die Teilnehmer eines Stadtfestes und die Athleten nicht streng voneinander zu trennen als etwas schwierig, denn irgendwann erkannte man weder Strecke noch vorhandene Hindernisse. Kompensiert wurde dies von einer auffällig hohen Anzahl von auskunftsfreudigen Helfern und Streckenposten, die einen zumeist freundlich wieder auf den rechten Weg brachten.

 

Neben weiteren Containerhindernissen gab es ein eigens für diesen Lauf entwickeltes Hindernis, das einer Autowaschanlage nachempfunden war, die sogenannte Tec-Box. Hier hat sich jemand wirklich sehr viel Mühe gegeben. Nach einem sinnvoll als Hindernis genutzten Skaterpark und einer BMX Strecke kam das letzte Highlight. Wir mussten nochmal durch die Fulda und dabei ein Hindernis im Wasser überklettern.

Dann waren wir auch schon im Ziel und nahmen eine sehr schön designte Finishermedalie entgegen. Auch das Finishershirt ist in seiner Gestaltung wirklich erwähnenswert. Hoffentlich bleibt uns dieser Lauf lange erhalten. Denn wenn die kleinen Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, kann sich dieser Lauf zum Highlight im Laufkalender entwickeln.

 

Am 30. August 2020 ist es in diesem Jahr wieder soweit! Weitere Informationen zum Lauf findet ihr hier:

 

Homepage Red Castle Run:
https://www.red-castle-run.de/

Facebook-Veranstaltung zur 2020er Ausgabe:

https://www.facebook.com/events/2504935629590908/